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Berufliche Entscheidungen und Standortwechsel

Als jugendliche ambitionierte Tennisspielerin stellte ich mir früher immer vor, einst auf den großen Center Courts bei den Grand Slams in New York oder Paris zu spielen. Nachdem mir mein Körper bereits früh signalisierte, dass er anderer Ansicht ist und auch mit Anfang dreißig noch nicht auf künstliche Gelenke angewiesen sein möchte, musste ich mich notgedrungen mit meinem beruflichen Werdegang auseinandersetzen; schlussendlich bin ich bei dem Studium der „Rechtswissenschaften“ hängen geblieben. Mein Studium absolvierte ich bewusst in Osnabrück, da nur hier und in Bayreuth, die Möglichkeit bestand eine wirtschaftswissenschaftliche Zusatzausbildung zu absolvieren. Nichtsdestotrotz hörte man immer wieder etwas von den sog. „Elite-Universitäten“ und hier spreche ich nicht von der „University of Oxford“, der Harvard University oder Yale University, sondern von nationalen Universitäten, denen ein exzellenter – i.d.R. alteingesessener – Ruf innewohnt. War es falsch in Osnabrück und nicht in Heidelberg studiert zu haben? War es falsch mein Referendariat ebenfalls in Osnabrück, ohne Wahlstation im Ausland, absolviert zu haben? War es falsch den ersten Job nicht in einer Großkanzlei, in einer Großstadt, angetreten zu haben? Meine klare Antwort lautet: NEIN! Aber von vorne …

Meine Bewerbung für eine medizinrechtlich ausgerichtete Kanzlei

Wie die aufmerksamen Leser:innen von euch wissen, schlug mein Herz schon während des Studiums für das Medizinrecht. Es schlug so doll, dass ich sogar überlegt hatte, die Universität zu wechseln, um den universitären Schwerpunkt „Medizin- und Pharmarecht“ zu belegen. Obgleich ich mich hiergegen entschieden hatte, wählte ich jegliche möglichen Praktika und Referendariatsstationen im eben genannten Rechtsgebiet. Nach dem erfolgreichen Abschluss des Zweiten Staatsexamens stand mithin auch außer Frage, dass ich mich beruflich mit dem Medizinrecht beschäftigen wollte. Folglich blätterte ich durch diverse „Kanzlei-Rankings“ und wurde auf meinen jetzigen Arbeitgeber, Dr. Hahne, Fritz, Bechtler & Partner (kurz: HFBP), aufmerksam. HFBP suchte für ihren Standort in Gießen eine:n Rechtsanwältin bzw. Rechtsanwalt für das Medizinrecht mit dem Schwerpunkt „ärztliches Gesellschaftsrecht“. Während die erste Reaktion meines privaten Umfelds lautete: „Was willst du denn in Gießen?“, schlummerte in mir nur der Wunsch eine erfolgreiche Rechtsanwältin für das Medizinrecht zu werden. Hierbei war es mir egal, in welche Stadt ich für die Arbeit ziehen musste, wichtig war mir nur, dass ich medizinrechtliche Mandate bearbeiten werde.

Meine erste Arbeitsstelle in Gießen

Ich erinnere mich noch zu gut an meinen Berufseinstieg: ich, allein in der Weltmetropole Gießen, und null Ahnung von dem, was ich tagtäglich als Arbeit übertragen bekommen habe. Es war ein kleines Déjà-vu mit der Zeit nach dem Abitur: Ich konnte Gedichte analysieren und diverse historische Themen auf Englisch wiedergeben, doch von Versicherungen und Steuern hatte ich keine Ahnung. Zehn Jahre später war die Situation keine andere; auch das Jurastudium / Referendariat bereiteten mich nur semi-gut auf meinen ersten Job vor. Zum Glück waren meine Kolleginnen und Kollegen alle sehr rücksichtsvoll und erklärten mir Sachen auch zwei bis dreimal, wenn ich sie aufgrund der Komplexität nicht auf Anhieb verinnerlichen konnte. Tag für Tag bemerkte ich meine beruflichen Fortschritte und wurde stets selbstbewusster, was die Mandatsbearbeitung anging. Auch war ich mir nach wie vor sicher, dass das Medizinrecht „meine Berufung“ ist. Nur mit einem Punkt wurde ich nicht ganz „warm“, nämlich mit Gießen. Ob es an meinem „Heimweh“ nach Osnabrück und meinen Freunden lag, oder Corona, ich weiß es nicht, aber als anwaltlicher Nachwuchs für den HFBP Kanzleistandort in Hannover gesucht wurde, erklärte ich mich sofort bereit, den Standort zu wechseln und erneut nach Niedersachsen zu ziehen.

Mein Standortwechsel

Meine Entscheidung, von Gießen nach Hannover zu ziehen, wurde von meinem Arbeitgeber sehr unterstützt. So stand ich mit der Partneranwältin aus Hannover, Dr. Mareike Bechtler (ehemals Piltz), stets im Austausch wann und wie ich offiziell in Hannover anfange. Hierbei wurde ich nicht nur beruflich unterstützt, sondern auch bei privaten Angelegenheiten (z.B. Wohnungssuche, Ausgeh-Tipps etc.). Schließlich verließ ich nach gut zwei Jahren, konkret im Juni 2021, die Stadt Gießen und zog nach Hannover. Meine Hannoveraner Kolleginnen und Kollegen kannte ich zum Glück alle schon von zahlreichen Kanzleimeetings und Fortbildungen, so dass auch kein „erstes Beschnuppern“ mehr erforderlich war. Vielmehr wurde ich herzlichst mit einem großen Blumenstrauß und einem geschmückten Büro begrüßt; zudem feierte ich bereits in der ersten Woche nach dem Standortwechsel meinen 30. Geburtstag und meine Kolleginnen und Kollegen ließen es sich nicht nehmen, mich alle Türklinken der Kanzlei putzen zu lassen. Auch ohne, dass sich eine männliche Jungfrau erbarmte und mich freiküsste, befand sich hinter der letzten Tür eine große, individualisierte Geburtstagstorte mit dekorativen Hanteln, Kettlebells und weiteren Fitnessgeräten. Arbeitstechnisch verlief der Wechsel ebenfalls sehr flüssig, da wir als standortübergreifende Kanzlei immer eng zusammenarbeiten und ich meine Schwerpunkte der Begleitung von Praxisübernahmen und das ärztliche Gesellschaftsrecht auch am Standort Hannover beibehalten durfte. Heute, knapp ein Jahr später, bin ich immer noch begeisterte Medizinrechtlerin, die glücklich ist, in einem solch tollen Team arbeiten zu dürfen. Aber auch abseits des Kanzleilebens bin ich mittlerweile stolze Eigentümerin einer Wohnung in Hannover, coache nebenberuflich in einer Crossfit-Box, habe einen eigenen (Kanzlei-)Hund, Tilda, und genieße die vielen schönen Momente in Hannover. Man merkt, wenn man in einer Stadt angekommen ist, und das bin ich in Hannover 😊.

Fazit

Man kann es nicht oft genug sagen: Hört auf euer Herz. Macht das, was euch glücklich macht und lasst euch nicht die vermeintliche „Norm“ aufzwingen. Einer meiner Lieblingssprüche lautet: Do what you love und love what you do. Denn, wenn ihr das macht, was ihr liebt, lebt sich das Leben einfacher!