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Jahresrückblick 2021 und Ziele, Pläne, Wünsche für 2022

Ich, Birthe Mack, geboren im Jahr 1991 und aufgewachsen zwischen Kohlekraftwerken und Curry-Wurst-Buden hatte stets ein Dach über dem Kopf, immer ausreichend zu Essen und einfach eine schöne Kindheit. Im Jahr 2020 wurde ich erstmals mit der Situation konfrontiert, dass Toilettenpapier und Konserven in sämtlichen Supermärkten ausverkauft waren und meine geliebte Crossfit-Box zwangsweise schließen mussten. Das Corona-Jahr 2020 war richtig bescheiden, obgleich ich unheimlich froh gewesen bin, dass sich keiner in meinem näheren Umfeld mit dem Virus angesteckt hat! In der Silvesternacht stieß man auf ein „besseres Jahr 2021“ an, in der Hoffnung wieder die Wahl zwischen dem drei- und dem vier-lagigen Toilettenpapier zu haben und wieder verreisen zu können, einfach Spaß zu haben. Mit der Zulassung eines Impfstoffes gegen Covid-19 stieg die Hoffnung, es bald geschafft zu haben und zur Normalität zurückkehren zu können. Diese Hoffnung nehme ich auch mit in das Jahr 2022.

I. Jahresrückblick 2021

Das Jahr 2021 war für mich sehr aufregend. In beruflicher Hinsicht wechselte ich im Juni 2021 den Kanzleistandort und zog von Gießen nach Hannover. Dieser Umzug erfolgte aufgrund einer „Kurzschluss-Entscheidung“, die innerhalb von 48 Std. getroffen wurde. Mutig meint ihr? DEFINTIV! Aber Mut wird immer belohnt, so auch in meinem Fall. Innerhalb kürzester Zeit habe ich mich in die Stadt, den Kanzleistandort und die Menschen verliebt oder wie es Stevie Wonder am Telefon sagen würde: „I just call to say I love you!“.

Arbeitstechnisch durfte ich mich mehr und mehr in die Tiefen des Medizinrechts einarbeiten: Gebührenrechtliche Streitigkeiten, Zulassungsverfahren, Sorgfältigkeitsprüfungen zwecks Erwerbes einer Arztpraxis, MVZ-Gründung … mit all diesen Thematiken hatte ich in den letzten sechs Monaten zu tun und konnte Woche für Woche meinen Erfahrungsschatz erweitern. Darüber hinaus habe ich im Jahr 2021 alle meine Prüfungen des Masterstudiengangs „Medizinrecht“ abschließen können – zum Glück, denn diese „Doppelbelastung“ (Arbeit und Studium) habe ich ehrlicherweise unterschätzt. Erstmals seit meinen Examensklausuren hatte ich wieder das Gefühl, an meine Grenzen zu stoßen und nicht mehr zu „funktionieren“, wie ich es gewohnt war. Arbeit, Uni, Sport, soziale Kontakte … es ließ sich nicht mehr alles so reibungslos unter einen Hut bringen. Doch wenn ich eine Sache aus meiner Zeit als Leistungssportlerin gelernt habe, dann ist das „Zähne zusammenbeißen“; Jammern hilft schließlich auch nicht. Im Unterschied zu meiner aktiven Zeit als Tennisspielerin, in der man immer wieder fallen gelassen worden ist, wenn man verletzt war (also nicht funktioniert hat), spürte ich in den letzten Monaten, dass es auch anders laufen kann. Als ich Samstag abends feststellen musste, dass ich keine Nervennahrung mehr im Haus hatte, lag am Sonntagmorgen eine Packung Schokolade in meinem Spint in der Crossfit-Box. Um auch nach langen Arbeitstagen Sport treiben zu können, gestattete mir Mareike (meine Chefin), unseren Kanzleikeller als Fitnessraum umzugestalten. Es sind nur einige Beispiele von vielen, die mir sagten: Hannover, du bist toll und ihr Menschen seid noch viel toller!

Unabhängig von der juristischen Arbeit wurde meine Persönlichkeitsentwicklung in den letzten Monaten stark gefördert. Während ich mich in der Vergangenheit immer versucht habe, anzupassen, bin ich mittlerweile einfach so wie ich bin: Eine sportliche, junge Dame in Converse Chucks mit einer Vorliebe zu Schokolade (Birthe und ihre 3 „C’s“: Crossfit, Converse Chucks und Chocoholic). Ich habe gelernt, dass ich in Rechtsstreitigkeiten weder von meinen „Muckis“ profitiere (Stichwort: Gewalt ist keine Lösung), noch macht es mich zu einer besseren Juristin, wenn ich Manolo Blahnik Pumps trage. Ich bin wie ich bin und Authentizität steht jedem gut 😉.

II. Ziele, Pläne, Wünsche für das Jahr 2022

Auch wenn das Jahr 2021 wirklich anstrengend gewesen ist, beginnt ein Jahr für mich niemals ohne Ziele und Pläne.

1. Berufliche Entwicklung

Mit Abschluss meines Masterstudiengangs „Medizinrecht“ habe ich auch die theoretischen Kenntnisse für die Erlangung des Fachanwaltstitels im Medizinrecht erworben. Nunmehr fehlen mir nur noch einige wenige praktische Fälle, so dass mich hoffentlich im Jahr 2022 noch als „Fachanwältin für Medizinrecht“ betiteln darf.

Zudem hatte ich parallel zum Masterstudiengang noch den Fachanwaltskurs im Handels- und Gesellschaftsrecht belegt. Auch diesen möchte ich nun zeitnah abschließen, bevor ein neues Rechtsgebiet erkundet werden kann: das Sportrecht! Der „Fachanwalt für Sportrecht“ ist ein sehr neuer Fachanwalt (2019). Insbesondere geht es beim Sportrecht um Vereinsrecht, Recht des Sponsorings, Schutz vor Sportmanipulationen, Satzungen und Statuten (inter)nationaler Sportverbände und Sportvertragsrecht. Ob ich auch hier wieder einen Masterstudiengang anstrebe oder einen Fachanwaltslehrgang besuche, ist noch offen, aber ich freue mich drauf, mein Hobby in juristischer Hinsicht zum Beruf zu machen.

2. Sportliche Ziele

Auch wenn es diese Position in unserer Kanzlei offiziell nicht gibt, habe ich mich als (inoffizielle) Sportbeauftragte ernannt. So ist nicht nur geplant, dass unsere Kanzlei-Damen im Jahr 2022 wieder am Muddy Angels Run teilnehmen, sondern mein Kollege und Partneranwalt, Michel Fritz, und ich werden uns auch für einen Hyrox Wettkampf Ende April in Frankfurt anmelden. Mit Michael bin ich bereits meinen ersten Halbmarathon gelaufen, so dass wir uns nun auf ein Mittelding zwischen Laufen und Crossfit einigen konnten. Bei Hyrox muss nach jedem gelaufenen Kilometer eine Übung absolviert werden (Rudern, Schlitten ziehen, Burpees Broad Jumps etc.). Insgesamt besteht der Wettkampf aus acht km Laufen und acht zu absolvierenden Übungen.

Zudem hoffen wir, dass im Jahr 2022 wieder ein Kickerturnier stattfindet. In Hannover heißt Kickern übrigens Krökeln, eine der wenigen Sachen, die mir Hannover suspekt macht! Aufgrund unseres Kickers in Gießen sind wir so gut trainiert und aufgestellt, dass eine „Manuel Neuer“-Spielfigur im Tor seine Schwierigkeiten hätte.

Fazit

Mithin lässt sich festhalten: 2020 war bescheiden, 2021 war besser und 2022 wird bombastisch. Ich freue mich auf neue Herausforderungen, neue Begegnungen und viele neue spannende Fälle.

Bleibt gesund!

Eure Birthe


Birthe Mack
Birthe Mack

Birthe Mack

Rechtsanwältin
Dr. Hahne, Fritz, Bechtler & Partner - HFBP Rechtsanwälte und Notar

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Ich, Birthe Mack, geboren im Jahr 1991 und aufgewachsen zwischen Kohlekraftwerken und Curry-Wurst-Buden hatte stets ein Dach über dem Kopf, immer ausreichend zu Essen und einfach eine schöne Kindheit. Im Jahr 2020 wurde ich erstmals mit der Situation konfrontiert, dass Toilettenpapier und Konserven in sämtlichen Supermärkten ausverkauft waren und meine geliebte Crossfit-Box zwangsweise schließen mussten. Das Corona-Jahr 2020 war richtig bescheiden, obgleich ich unheimlich froh gewesen bin, dass sich keiner in meinem näheren Umfeld mit dem Virus angesteckt hat! In der Silvesternacht stieß man auf ein „besseres Jahr 2021“ an, in der Hoffnung wieder die Wahl zwischen dem drei- und dem vier-lagigen Toilettenpapier zu haben und wieder verreisen zu können, einfach Spaß zu haben. Mit der Zulassung eines Impfstoffes gegen Covid-19 stieg die Hoffnung, es bald geschafft zu haben und zur Normalität zurückkehren zu können. Diese Hoffnung nehme ich auch mit in das Jahr 2022.

I. Jahresrückblick 2021

Das Jahr 2021 war für mich sehr aufregend. In beruflicher Hinsicht wechselte ich im Juni 2021 den Kanzleistandort und zog von Gießen nach Hannover. Dieser Umzug erfolgte aufgrund einer „Kurzschluss-Entscheidung“, die innerhalb von 48 Std. getroffen wurde. Mutig meint ihr? DEFINTIV! Aber Mut wird immer belohnt, so auch in meinem Fall. Innerhalb kürzester Zeit habe ich mich in die Stadt, den Kanzleistandort und die Menschen verliebt oder wie es Stevie Wonder am Telefon sagen würde: „I just call to say I love you!“. Arbeitstechnisch durfte ich mich mehr und mehr in die Tiefen des Medizinrechts einarbeiten: Gebührenrechtliche Streitigkeiten, Zulassungsverfahren, Sorgfältigkeitsprüfungen zwecks Erwerbes einer Arztpraxis, MVZ-Gründung … mit all diesen Thematiken hatte ich in den letzten sechs Monaten zu tun und konnte Woche für Woche meinen Erfahrungsschatz erweitern. Darüber hinaus habe ich im Jahr 2021 alle meine Prüfungen des Masterstudiengangs „Medizinrecht“ abschließen können – zum Glück, denn diese „Doppelbelastung“ (Arbeit und Studium) habe ich ehrlicherweise unterschätzt. Erstmals seit meinen Examensklausuren hatte ich wieder das Gefühl, an meine Grenzen zu stoßen und nicht mehr zu „funktionieren“, wie ich es gewohnt war. Arbeit, Uni, Sport, soziale Kontakte … es ließ sich nicht mehr alles so reibungslos unter einen Hut bringen. Doch wenn ich eine Sache aus meiner Zeit als Leistungssportlerin gelernt habe, dann ist das „Zähne zusammenbeißen“; Jammern hilft schließlich auch nicht. Im Unterschied zu meiner aktiven Zeit als Tennisspielerin, in der man immer wieder fallen gelassen worden ist, wenn man verletzt war (also nicht funktioniert hat), spürte ich in den letzten Monaten, dass es auch anders laufen kann. Als ich Samstag abends feststellen musste, dass ich keine Nervennahrung mehr im Haus hatte, lag am Sonntagmorgen eine Packung Schokolade in meinem Spint in der Crossfit-Box. Um auch nach langen Arbeitstagen Sport treiben zu können, gestattete mir Mareike (meine Chefin), unseren Kanzleikeller als Fitnessraum umzugestalten. Es sind nur einige Beispiele von vielen, die mir sagten: Hannover, du bist toll und ihr Menschen seid noch viel toller! Unabhängig von der juristischen Arbeit wurde meine Persönlichkeitsentwicklung in den letzten Monaten stark gefördert. Während ich mich in der Vergangenheit immer versucht habe, anzupassen, bin ich mittlerweile einfach so wie ich bin: Eine sportliche, junge Dame in Converse Chucks mit einer Vorliebe zu Schokolade (Birthe und ihre 3 „C’s“: Crossfit, Converse Chucks und Chocoholic). Ich habe gelernt, dass ich in Rechtsstreitigkeiten weder von meinen „Muckis“ profitiere (Stichwort: Gewalt ist keine Lösung), noch macht es mich zu einer besseren Juristin, wenn ich Manolo Blahnik Pumps trage. Ich bin wie ich bin und Authentizität steht jedem gut 😉.

II. Ziele, Pläne, Wünsche für das Jahr 2022

Auch wenn das Jahr 2021 wirklich anstrengend gewesen ist, beginnt ein Jahr für mich niemals ohne Ziele und Pläne.

1. Berufliche Entwicklung

Mit Abschluss meines Masterstudiengangs „Medizinrecht“ habe ich auch die theoretischen Kenntnisse für die Erlangung des Fachanwaltstitels im Medizinrecht erworben. Nunmehr fehlen mir nur noch einige wenige praktische Fälle, so dass mich hoffentlich im Jahr 2022 noch als „Fachanwältin für Medizinrecht“ betiteln darf. Zudem hatte ich parallel zum Masterstudiengang noch den Fachanwaltskurs im Handels- und Gesellschaftsrecht belegt. Auch diesen möchte ich nun zeitnah abschließen, bevor ein neues Rechtsgebiet erkundet werden kann: das Sportrecht! Der „Fachanwalt für Sportrecht“ ist ein sehr neuer Fachanwalt (2019). Insbesondere geht es beim Sportrecht um Vereinsrecht, Recht des Sponsorings, Schutz vor Sportmanipulationen, Satzungen und Statuten (inter)nationaler Sportverbände und Sportvertragsrecht. Ob ich auch hier wieder einen Masterstudiengang anstrebe oder einen Fachanwaltslehrgang besuche, ist noch offen, aber ich freue mich drauf, mein Hobby in juristischer Hinsicht zum Beruf zu machen.

2. Sportliche Ziele

Auch wenn es diese Position in unserer Kanzlei offiziell nicht gibt, habe ich mich als (inoffizielle) Sportbeauftragte ernannt. So ist nicht nur geplant, dass unsere Kanzlei-Damen im Jahr 2022 wieder am Muddy Angels Run teilnehmen, sondern mein Kollege und Partneranwalt, Michel Fritz, und ich werden uns auch für einen Hyrox Wettkampf Ende April in Frankfurt anmelden. Mit Michael bin ich bereits meinen ersten Halbmarathon gelaufen, so dass wir uns nun auf ein Mittelding zwischen Laufen und Crossfit einigen konnten. Bei Hyrox muss nach jedem gelaufenen Kilometer eine Übung absolviert werden (Rudern, Schlitten ziehen, Burpees Broad Jumps etc.). Insgesamt besteht der Wettkampf aus acht km Laufen und acht zu absolvierenden Übungen. Zudem hoffen wir, dass im Jahr 2022 wieder ein Kickerturnier stattfindet. In Hannover heißt Kickern übrigens Krökeln, eine der wenigen Sachen, die mir Hannover suspekt macht! Aufgrund unseres Kickers in Gießen sind wir so gut trainiert und aufgestellt, dass eine „Manuel Neuer“-Spielfigur im Tor seine Schwierigkeiten hätte.

Fazit

Mithin lässt sich festhalten: 2020 war bescheiden, 2021 war besser und 2022 wird bombastisch. Ich freue mich auf neue Herausforderungen, neue Begegnungen und viele neue spannende Fälle. Bleibt gesund! Eure Birthe Rechtsanwalt (m/w/d) mit dem Schwerpunkt Medizinrecht - ärztliches Gesellschaftsrecht 2 Standorte Rechtsanwalt (m/w/d) ab sofort