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Eine Präsentation halten? Na klar!

Sind Sie aufgefordert worden, intern vor Kolleginnen, Kollegen und Vorgesetzten oder extern vor Mandantinnen und Mandanten oder Geschäftspartnerinnen und -partnern eine Präsentation zu halten? Gratulation, denn nicht jeder Arbeitstag wird von einem persönlichen Auftritt gekrönt. Die freie Rede, das Eingehen auf Zuhörer:innen, Fragen beantworten sowie eigene Themen, Ideen oder Thesen vorstellen – all diese für Ihr Berufsleben so wichtigen Kompetenzen lernen Sie beim Präsentieren gut, schnell und effektiv.

Präsentieren ist zum einen Selbstmarketing und zum anderen solides Handwerk. Sicherlich gibt es begnadete Präsentatorinnen und Präsentatoren, die Freude daran haben, ihr Publikum zu begeistern. Für die meisten von uns gilt dies, zumindest am Anfang der beruflichen Karriere, jedoch (noch) nicht, deshalb sei vorab gesagt: Gutes Präsentieren ist keine Kunst, sondern etwas, was jede:r Berufsteinsteiger:in lernen kann und sollte. Schließlich passiert es gerade jungen Anwältinnen und Anwälten häufig genug, dass Sie von Ihren Vorgesetzten dazu „verdonnert“ werden, eine Präsentation für diese vorzubereiten oder sogar selbst zu halten.

Eine oder auch Ihre Präsentation wird zu einem Erfolg, wenn Sie vorab für sich klären, was Sie bei Ihrem Publikum, aber auch für sich selbst erreichen wollen.

1. Wozu das Ganze? Definieren Sie grundsätzliche Ziele!

Sie werden aufgefordert, eine Präsentation zu halten? Dann klären Sie vorab, was von Ihnen erwartet wird, insbesondere ob Sie oder Ihr:e Vorgesetzte:r die Vortragsziele definieren. Analysieren Sie bereits vorhandene Unterlagen oder Informationen früherer Meetings, um diese in Ihrer Präsentation erneut aufzugreifen.

Die meisten Vortragspräsentationen scheitern nicht deshalb, weil die Vortragenden langweilig oder die Zuhörer:innen nicht interessiert sind. Das Manko sind fehlende Ziele und die daraus folgende Ergebnislosigkeit.

Besonders am Anfang Ihrer beruflichen Laufbahn ist das Vortragsthema meist vorgegeben, selten jedoch das Ziel. Das ist Ihre Chance. Geben Sie Ihrer Präsentation einen klaren (Ziel-)Rahmen. Sorgen Sie so bereits mit bzw. bei Ihrer Vorbereitung dafür, dass das Publikum, das Ihnen später zuhören wird, den Raum mit einem bleibenden positiven Eindruck verlassen wird.

Klären Sie Ihren Ermessensspielraum bei der Festlegung der – mitunter übergeordneten – Vortragsziele und definieren Sie diese. Unterliegen Sie insbesondere nicht der Fehlvorstellung, dass das – mitunter Ihnen auch von anderen vorgegebene – Thema auch das Ziel Ihres Vortrags sei.

Denn eine „Kanzleipräsentation“ beinhaltet keinesfalls nur die Darstellung der Kanzlei. Ebenso wenig ist eine Präsentation über eine vom Gesetzgeber vorgenommene Neuregelung  allein eine Beschreibung der damit einhergehenden Rechtsfragen. Die Ziele solcher Präsentationen und die sich daraus ergebenden inhaltlichen Schwerpunkte sind daher umfangreicher, als es die Themen je sein können.

Jedes Ziel und auch jede Zielgruppe braucht eine andere Struktur und Herangehensweise. Beides ändert sich regelmäßig, so dass jede Ihrer Präsentationen individuell, maßgeschneidert und an die jeweilige Situation angepasst sein muss. Nicht nur Ihr Publikum wird es Ihnen später danken.

2. Definieren Sie die Publikums-Ziele Ihres Vortrags!

Überlegen Sie sich daher vorab, welches Ziel oder auch, welche Ziele Sie mit bzw. durch Ihre Präsentation erreichen wollen. Zum einen: Welches Wissen oder welche Standpunkte wollen Sie vermitteln oder welche Schlussfolgerungen bei Ihrer Zuhörerschaft erreichen? Was soll Ihr Publikum nach Ihrem Beitrag tun oder unterlassen?

Als Präsentator:in nehmen Sie Ihre Zuhörerschaft mit auf den Weg zum Ziel. Je konkreter Sie Ihre Ziele formulieren, umso strukturierter lässt sich der weitere Vortragsinhalt planen, vorbereiten und später auch präsentieren. Es fällt Ihnen dann leichter, passende Informationen auszuwählen und zu gewichten, einen roten Faden zu entwickeln, bei der Umsetzung das Wesentliche im Blick zu behalten, dem Publikum die eigene Auffassung zu vermitteln und diesem eine klare Botschaft mitzugeben.

3. Definieren Sie Ihre persönlichen Selbstmarketing-Ziele!

Zum anderen aber auch: Welche individuellen Ziele wollen Sie durch Ihren Vortrag erreichen und welchen Eindruck bei Ihren Vorgesetzten, Kolleginnen und Kollegen oder Mandantinnen und Mandanten hinterlassen?

Schließlich geht es bei Ihrer Präsentation nicht allein um den fachlichen Inhalt, sondern auch um seine Darstellung, und zwar durch Sie. Je genauer Sie wissen, was Sie in puncto Selbstmarketing erreichen wollen, umso leichter gelingt es Ihnen, die Aufmerksamkeit der für Sie relevanten Personen auf sich zu lenken und Ihre (Vortrags-)Leistung ins rechte Licht zu rücken.

Überlegen Sie sich daher konkret, welche Informationen zu Ihrer Person, Ihren Erfahrungen, Ihrer Intention usw. Sie mit, bei sowie durch den Vortrag sichtbar machen wollen. Möglicherweise wollen Sie aufzeigen, dass Sie dem Thema gewachsen sind, die eigene Glaubwürdigkeit intern erhöhen oder gleichzeitig zu an der Präsentation teilnehmenden Mandantinnen und Mandanten eine persönliche Beziehung aufbauen sowie Fachkompetenz demonstrieren.

Es reicht jedoch nicht, die Ziele nur aufzusetzen. Machen Sie sich daher bereits bei der Zielsetzung Gedanken dazu, wie Sie mit sprachlichen, persönlichen sowie informatorischen Mitteln (bspw. über Ihr Publikum) die beiden vorgestellten Zielrichtungen und auch die dahinterstehenden konkreten Einzelziele erreichen können.

Schließlich erleichtert eine konkrete Zielsetzung Ihnen im Nachgang auch, Bilanz zu ziehen, die konkrete Präsentation auszuwerten und potenziellen Optimierungsbedarf für die Zukunft aufzuzeigen.

Zur Autorin:

Rechtsanwältin Dr. Anja Schäfer unterstützt und berät als Business Coach und Mentorin Juristinnen bei Fragen zur strategischen Ausrichtung, zur beruflichen und persönlichen Neu- und Umorientierung, zur Kommunikation im Arbeitsumfeld, zum Netzwerkaufbau sowie zur Sichtbarkeit als Expertin im Netz. Sie ist Veranstalterin diverser Events unter dem Slogan „Juristinnen netzwerken“, so u. a. des BarCamps „Als Expertin sichtbar“, welches am 30. September 2022 zum ersten Mal live in Berlin stattfindet. Mehr dazu: http://www.juristinnen-netzwerken.de/

Alternative URL: https://www.juristinnen-netzwerken.de/

Dr. Anja Schäfer
Dr. Anja Schäfer

Dr. Anja Schäfer

Expertin für Networking & Female Leadership in Kanzleien

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Sind Sie aufgefordert worden, intern vor Kolleginnen, Kollegen und Vorgesetzten oder extern vor Mandantinnen und Mandanten oder Geschäftspartnerinnen und -partnern eine Präsentation zu halten? Gratulation, denn nicht jeder Arbeitstag wird von einem persönlichen Auftritt gekrönt. Die freie Rede, das Eingehen auf Zuhörer:innen, Fragen beantworten sowie eigene Themen, Ideen oder Thesen vorstellen – all diese für Ihr Berufsleben so wichtigen Kompetenzen lernen Sie beim Präsentieren gut, schnell und effektiv.

Präsentieren ist zum einen Selbstmarketing und zum anderen solides Handwerk. Sicherlich gibt es begnadete Präsentatorinnen und Präsentatoren, die Freude daran haben, ihr Publikum zu begeistern. Für die meisten von uns gilt dies, zumindest am Anfang der beruflichen Karriere, jedoch (noch) nicht, deshalb sei vorab gesagt: Gutes Präsentieren ist keine Kunst, sondern etwas, was jede:r Berufsteinsteiger:in lernen kann und sollte. Schließlich passiert es gerade jungen Anwältinnen und Anwälten häufig genug, dass Sie von Ihren Vorgesetzten dazu „verdonnert“ werden, eine Präsentation für diese vorzubereiten oder sogar selbst zu halten.

Eine oder auch Ihre Präsentation wird zu einem Erfolg, wenn Sie vorab für sich klären, was Sie bei Ihrem Publikum, aber auch für sich selbst erreichen wollen.

1. Wozu das Ganze? Definieren Sie grundsätzliche Ziele!

Sie werden aufgefordert, eine Präsentation zu halten? Dann klären Sie vorab, was von Ihnen erwartet wird, insbesondere ob Sie oder Ihr:e Vorgesetzte:r die Vortragsziele definieren. Analysieren Sie bereits vorhandene Unterlagen oder Informationen früherer Meetings, um diese in Ihrer Präsentation erneut aufzugreifen.

Die meisten Vortragspräsentationen scheitern nicht deshalb, weil die Vortragenden langweilig oder die Zuhörer:innen nicht interessiert sind. Das Manko sind fehlende Ziele und die daraus folgende Ergebnislosigkeit.

Besonders am Anfang Ihrer beruflichen Laufbahn ist das Vortragsthema meist vorgegeben, selten jedoch das Ziel. Das ist Ihre Chance. Geben Sie Ihrer Präsentation einen klaren (Ziel-)Rahmen. Sorgen Sie so bereits mit bzw. bei Ihrer Vorbereitung dafür, dass das Publikum, das Ihnen später zuhören wird, den Raum mit einem bleibenden positiven Eindruck verlassen wird.

Klären Sie Ihren Ermessensspielraum bei der Festlegung der – mitunter übergeordneten – Vortragsziele und definieren Sie diese. Unterliegen Sie insbesondere nicht der Fehlvorstellung, dass das – mitunter Ihnen auch von anderen vorgegebene – Thema auch das Ziel Ihres Vortrags sei.

Denn eine „Kanzleipräsentation“ beinhaltet keinesfalls nur die Darstellung der Kanzlei. Ebenso wenig ist eine Präsentation über eine vom Gesetzgeber vorgenommene Neuregelung  allein eine Beschreibung der damit einhergehenden Rechtsfragen. Die Ziele solcher Präsentationen und die sich daraus ergebenden inhaltlichen Schwerpunkte sind daher umfangreicher, als es die Themen je sein können.

Jedes Ziel und auch jede Zielgruppe braucht eine andere Struktur und Herangehensweise. Beides ändert sich regelmäßig, so dass jede Ihrer Präsentationen individuell, maßgeschneidert und an die jeweilige Situation angepasst sein muss. Nicht nur Ihr Publikum wird es Ihnen später danken.

2. Definieren Sie die Publikums-Ziele Ihres Vortrags!

Überlegen Sie sich daher vorab, welches Ziel oder auch, welche Ziele Sie mit bzw. durch Ihre Präsentation erreichen wollen. Zum einen: Welches Wissen oder welche Standpunkte wollen Sie vermitteln oder welche Schlussfolgerungen bei Ihrer Zuhörerschaft erreichen? Was soll Ihr Publikum nach Ihrem Beitrag tun oder unterlassen?

Als Präsentator:in nehmen Sie Ihre Zuhörerschaft mit auf den Weg zum Ziel. Je konkreter Sie Ihre Ziele formulieren, umso strukturierter lässt sich der weitere Vortragsinhalt planen, vorbereiten und später auch präsentieren. Es fällt Ihnen dann leichter, passende Informationen auszuwählen und zu gewichten, einen roten Faden zu entwickeln, bei der Umsetzung das Wesentliche im Blick zu behalten, dem Publikum die eigene Auffassung zu vermitteln und diesem eine klare Botschaft mitzugeben.

3. Definieren Sie Ihre persönlichen Selbstmarketing-Ziele!

Zum anderen aber auch: Welche individuellen Ziele wollen Sie durch Ihren Vortrag erreichen und welchen Eindruck bei Ihren Vorgesetzten, Kolleginnen und Kollegen oder Mandantinnen und Mandanten hinterlassen?

Schließlich geht es bei Ihrer Präsentation nicht allein um den fachlichen Inhalt, sondern auch um seine Darstellung, und zwar durch Sie. Je genauer Sie wissen, was Sie in puncto Selbstmarketing erreichen wollen, umso leichter gelingt es Ihnen, die Aufmerksamkeit der für Sie relevanten Personen auf sich zu lenken und Ihre (Vortrags-)Leistung ins rechte Licht zu rücken.

Überlegen Sie sich daher konkret, welche Informationen zu Ihrer Person, Ihren Erfahrungen, Ihrer Intention usw. Sie mit, bei sowie durch den Vortrag sichtbar machen wollen. Möglicherweise wollen Sie aufzeigen, dass Sie dem Thema gewachsen sind, die eigene Glaubwürdigkeit intern erhöhen oder gleichzeitig zu an der Präsentation teilnehmenden Mandantinnen und Mandanten eine persönliche Beziehung aufbauen sowie Fachkompetenz demonstrieren.

Es reicht jedoch nicht, die Ziele nur aufzusetzen. Machen Sie sich daher bereits bei der Zielsetzung Gedanken dazu, wie Sie mit sprachlichen, persönlichen sowie informatorischen Mitteln (bspw. über Ihr Publikum) die beiden vorgestellten Zielrichtungen und auch die dahinterstehenden konkreten Einzelziele erreichen können.

Schließlich erleichtert eine konkrete Zielsetzung Ihnen im Nachgang auch, Bilanz zu ziehen, die konkrete Präsentation auszuwerten und potenziellen Optimierungsbedarf für die Zukunft aufzuzeigen.

Zur Autorin:

Rechtsanwältin Dr. Anja Schäfer unterstützt und berät als Business Coach und Mentorin Juristinnen bei Fragen zur strategischen Ausrichtung, zur beruflichen und persönlichen Neu- und Umorientierung, zur Kommunikation im Arbeitsumfeld, zum Netzwerkaufbau sowie zur Sichtbarkeit als Expertin im Netz. Sie ist Veranstalterin diverser Events unter dem Slogan „Juristinnen netzwerken“, so u. a. des BarCamps „Als Expertin sichtbar“, welches am 30. September 2022 zum ersten Mal live in Berlin stattfindet. Mehr dazu: http://www.juristinnen-netzwerken.de/

Alternative URL: https://www.juristinnen-netzwerken.de/