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Coach Dr. Jo Aschenbrenner über das richtige Mindset, mit dem du strategisch zu 9 Punkten im Staatsexamen kommst

Mit einem positiven Mindset alles erreichen, was du willst!

Im Juni 2022 war Coach Dr. Jo Aschenbrenner im Interview mit JurCase und erklärte, wie du lernst, dass ein positives Mindset dabei hilft, dass man alles erreicht, was man will – auch die 9 Punkte im Staatsexamen! Wie geht man den Schritt in die berufliche Veränderung und wagt den Schritt in die Selbstständigkeit? Was ist der beste Umgang mit negativen Emotionen und Misserfolgen? Das und mehr erfährst du hier.

Zur Person

Dr. Jo Aschenbrenner, LL.M. hat über 20 Jahre als Rechtsanwältin gearbeitet, bei Freshfields begonnen, als Geschäftsführerin eine Weiterbildungs-GmbH gegründet und geleitet und zuletzt die Rechts- und Personalabteilung der Bucerius Law School geführt. Und dann ist sie dem Ruf der Freiheit und der Freude gefolgt und hat sich mit ihrem Partner und Sohn als Coach selbständig gemacht.

Das Interview

Klingenberg: Liebe Jo, vielen Dank zunächst, dass Du Dich zu diesem Interview bereit erklärt hast. Du warst ursprünglich Rechtsanwältin, unterstützt nun als Coach Frauen in Führungspositionen, in einer Phase der inneren Kündigung mit voller Klarheit den Schritt in die berufliche Veränderung und vor allem in die ortsunabhängige Selbständigkeit zu gehen und dabei sogar fünfstellig zu verdienen. Zum Einstieg deshalb einmal direkt gefragt: Wie ist das möglich?

Dr. Jo Aschenbrenner: Alles ist möglich! Die meisten Menschen und, ich glaube, Juristen und Juristinnen insbesondere, denken in Limitierungen. Sie können sich etwas nicht vorstellen und ihr Verstand schließt es dann aus. Das Ganze geht in Millisekunden in unserem Gehirn vonstatten. Wir merken gar nicht, wie sehr wir bewerten! Und als Jurist:in bist du ja auch permanent aufgefordert, zu bewerten, sodass du es vielleicht sogar genießt.

Wenn du neue Wege gehen und deine Vorstellungen von einem erfüllten Job verwirklichen willst, dann darfst du diese Konditionierung der Bewertung und Limitierung hinter dir lassen und dich bewusst dafür entscheiden, dir alles zuzutrauen und alles für möglich zu halten. Damit öffnest du den Raum zum einen für deine Klarheit – von innen heraus – und für Möglichkeiten, die dein Business voranbringen.

In unseren Coachings arbeiten wir mit der Strategie der atemberaubenden Ziele. Das sind Ziele, die so groß sind, dass dein bewertender Verstand nicht planen kann, wie du dorthin kommst und an die du gleichzeitig zu 100% glaubst und unbedingt erreichen willst. Aus diesen Zielen baust du dir deine Vision von deinem Leben, deinem Beruf und all den wunderschönen Dingen, die du haben und in der Welt verändern möchtest.

Dieses Mindset, dir alles zu erlauben und die Strategie der großen Ziele bringen dich in kürzester Zeit dorthin, wo du beruflich und im Leben sein willst.

Klingenberg: In unserem Vorgespräch hast Du mir erzählt, dass sich mit dem richtigen Mindset strategisch 9 Punkte in den juristischen Staatsexamina erreichen lassen. Wie ist das möglich?

Dr. Jo Aschenbrenner: Natürlich musst du sehr viel lernen und kannst nicht einfach im Schneidersitz dasitzen und darauf vertrauen, dass du 9 Punkte schreibst. Was ich meine ist, dass du dein Prädikatsexamen mit sehr viel mehr Leichtigkeit und Freude erreichst, wenn du dir beim Lernen immer wieder bewusst machst, wozu du Jura studierst und was du in der Welt mit deiner hervorragenden Ausbildung erreichen willst.

Mit „wozu“ meine ich deine treibende Kraft, deine tiefe innere Motivation und deine Überzeugung, wer du bist und welchem Menschen du in welcher Form helfen willst. Für mich hat mein Wozu sehr viel mit meiner Lebensaufgabe zu tun und es ist für mich eine spirituelle Aufgabe, diese Lebensaufgabe zu erforschen und ihr nachzugehen. Je mehr ich die Aufgabe spüre, desto besser kann ich auch unangenehme Dinge tun und desto leichter fällt es mir, an der richtigen Stelle auch Pausen zu machen, denn ich weiß, dass jede Lebensaufgabe gute Selbstfürsorge braucht.

Ja und was du erreichen willst, sind wieder deine atemberaubenden Ziele, die ich oben schon angesprochen habe.

Klingenberg: Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass ein Mindset im Hinblick auf „Dies möchte ich erreichen!“ durchaus wertvoll ist. Im Examensstress kämpfen viele Prüflinge allerdings mit verschiedenen negativen Emotionen, vor allem mit dem Stress an sich und der Angst vor dem Scheitern. Wie schafft man es, den Blick, wozu man das eigentlich macht, in dieser Phase zu öffnen und auch auf längere Strecke beizubehalten?

Dr. Jo Aschenbrenner: Den Stresskreislauf kenne ich nur zu gut, denn ich hatte vor einigen Jahren einen Burnout im Job und im Examen war ich sicher oft sehr kurz davor. Auch hier gilt das Gleiche wie oben. Der erste Schritt ist immer, sich für einen bestimmten Weg zu entscheiden. Wenn du dich nicht vom Stress einnehmen lassen willst, dann darfst du das erst einmal entscheiden und diese Entscheidung jeden Tag erneuern. Du wirst immer besser werden, deine Stresssignale zu erkennen zum Beispiel mit der Achtsamkeitspraxis. Und dann darfst du mit der gleichen Disziplin, mit der du jeden Tag lernst, dich selbst dazu erziehen, dem Stress nicht nachzugeben, sondern an positive Dinge zu denken und jeden Tag fröhliche Aktivitäten einzuplanen. Und wenn es ein Tanz am Morgen in der Küche ist.

Erst in dem Moment, wo du aus dem Stresskreislauf ausgestiegen bist, kannst du dich wieder deinem Wozu und deinen großen Zielen widmen. Vorher ist dafür überhaupt kein Raum.

Und noch einmal: es ist alles eine Entscheidung von dir.

Klingenberg: Ein negatives Mindset scheint bedauerlicherweise fester Bestandteil der universitären Ausbildung zu sein. Ich erinnere mich an meine eigene Studienzeit, in der es im ersten Semester hieß: „Schauen Sie nach links, schauen Sie nach recht. Einer von Ihnen 3 schafft das Examen.“ Diese traurige Realität wird so anscheinend an vielen Universitäten in gleicher Weise dargestellt. Wie geht man mit einem solchen negativen Mindset um und was kann man selbst bereits in der universitären Ausbildung besser machen?

Dr. Jo Aschenbrenner: Sorry, dass ich hier nichts Neues in der Tasche habe. Doch auch hier ist es dieselbe Strategie:

  1. Du schärfst deine Wahrnehmung für solche Aussagen.
  2. Du entscheidest dich, dass du einen anderen Weg gehen willst und diese Negativität nicht in deinem Leben haben willst.
  3. Und dann wählst du dir ein Umfeld von Menschen, die ebenfalls groß denken wollen, träumen wollen, Ziele haben und sich für den positiven Blick auf die Welt und das eigene Leben entschieden haben. In unserer Facebook-Gruppe Mit deiner Einzigartigkeit die Welt verändern bekommst du dieses Mindset von unserem Sohn Ole (15 Jahre) und mir vermittelt. Tritt gerne bei!

Klingenberg: Nehmen wir einmal an, ein positives Mindset ist vorhanden. Die Examenskandidatin oder der Examenskandidat hat ein atemberaubendes Ziel vor Augen. Dennoch genügt dies nicht für die angestrebte Punktzahl bzw. das gesetzte Ziel wird nicht erreicht. Wie bringt man sein eigenes Ziel und entsprechende äußere Restriktionen in Einklang?

Dr. Jo Aschenbrenner: Oft ist Angst vorm Scheitern das Problem: „Lieber keine zu großen Ziele haben, denn wenn ich sie nicht erreiche, schäme ich mich in Grund und Boden!“ Alle erfolgreichen Unternehmer:innen dieser Welt haben verrückte Ziele und wissen, dass sie sie nicht morgen erreichen. Dennoch kommunizieren sie sie, weil sie dadurch viel weiterkommen, als wenn sie sich kleine Ziele stecken. Scheitern gehört zum Leben dazu und je mehr du ausprobierst und „verkackst“, desto mehr kannst du dir sagen, „ich habe echt was erlebt“.

Und im Kern liegt hinter der Angst zu Scheitern und dem Stecken von kleinen Zielen meiner Meinung nach die sehr menschliche Angst, nicht gut genug zu sein, nicht geliebt zu werden oder nicht dazuzugehören. Wenn du anfängst, dich selbst zu lieben und unabhängig von der Anerkennung im Außen zu sein, wirst du erfolgreich sein.

Klingenberg:Du berätst vor allem Frauen in Recht und Wirtschaft, die noch einmal neu starten wollen und den Job wechseln oder gleich in die Selbständigkeit mit dem eigenen Business gehen. Welches Mindset braucht man hierfür?

Dr. Jo Aschenbrenner: Ui, sehr schöne Frage. Um zu kündigen und etwas Neues zu beginnen brauchst du erst einmal Mut und innere Klarheit. Was will ich wirklich? Wer bin ich? Wofür stehe ich? Damit beginnen wir immer mit unseren Kundinnen. Unser neues Selbstlern-Programm COURAGE ist genau darauf ausgerichtet und das Beste für alle, die klar und aus dem Herzen ihre Berufung kommunizieren und berufliche Entscheidungen fällen wollen. Willst du dich selbständig machen, darfst du auch das Angestellten-Mindset loslassen. Es steht in § 611a BGB. Du bist in letzter Konsequenz weisungsabhängig beschäftigt. Für die Sicherheit deines Monatsgehalts, deiner Altersvorsorge und Sozialabgaben gibst du einen Teil deiner Freiheit ab. Du ordnest dich der Strategie des Unternehmens unter, du folgst deiner Chefin oder deinem Chef – auch wenn sie/er partizipativ führt, ist sie die Chefin bzw. er der Chef; du gibst einen Teil deiner Eigenverantwortung ab. Das kann für dich genau das Richtige sein. Wenn du aber spürst, dass du viel mehr selbst entscheiden, wirbeln und verantworten willst, dann bist du in der Selbständigkeit richtig.

Klingenberg: Möchtest Du unserer Leserschaft abschließend noch etwas mit auf ihren Weg geben?

Dr. Jo Aschenbrenner: Wenn es dir heute noch niemand gesagt hat, sage ich es dir, liebe Leserin und lieber Leser: Du bist wunderbar und du wirst alle deine Ziele erreichen!

Vielen Dank für das Interview.

Dr. Jo Aschenbrenner
Dr. Jo Aschenbrenner

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Mit einem positiven Mindset alles erreichen, was du willst!

Im Juni 2022 war Coach Dr. Jo Aschenbrenner im Interview mit JurCase und erklärte, wie du lernst, dass ein positives Mindset dabei hilft, dass man alles erreicht, was man will – auch die 9 Punkte im Staatsexamen! Wie geht man den Schritt in die berufliche Veränderung und wagt den Schritt in die Selbstständigkeit? Was ist der beste Umgang mit negativen Emotionen und Misserfolgen? Das und mehr erfährst du hier.

Zur Person

Dr. Jo Aschenbrenner, LL.M. hat über 20 Jahre als Rechtsanwältin gearbeitet, bei Freshfields begonnen, als Geschäftsführerin eine Weiterbildungs-GmbH gegründet und geleitet und zuletzt die Rechts- und Personalabteilung der Bucerius Law School geführt. Und dann ist sie dem Ruf der Freiheit und der Freude gefolgt und hat sich mit ihrem Partner und Sohn als Coach selbständig gemacht.

Das Interview

Klingenberg: Liebe Jo, vielen Dank zunächst, dass Du Dich zu diesem Interview bereit erklärt hast. Du warst ursprünglich Rechtsanwältin, unterstützt nun als Coach Frauen in Führungspositionen, in einer Phase der inneren Kündigung mit voller Klarheit den Schritt in die berufliche Veränderung und vor allem in die ortsunabhängige Selbständigkeit zu gehen und dabei sogar fünfstellig zu verdienen. Zum Einstieg deshalb einmal direkt gefragt: Wie ist das möglich?

Dr. Jo Aschenbrenner: Alles ist möglich! Die meisten Menschen und, ich glaube, Juristen und Juristinnen insbesondere, denken in Limitierungen. Sie können sich etwas nicht vorstellen und ihr Verstand schließt es dann aus. Das Ganze geht in Millisekunden in unserem Gehirn vonstatten. Wir merken gar nicht, wie sehr wir bewerten! Und als Jurist:in bist du ja auch permanent aufgefordert, zu bewerten, sodass du es vielleicht sogar genießt.

Wenn du neue Wege gehen und deine Vorstellungen von einem erfüllten Job verwirklichen willst, dann darfst du diese Konditionierung der Bewertung und Limitierung hinter dir lassen und dich bewusst dafür entscheiden, dir alles zuzutrauen und alles für möglich zu halten. Damit öffnest du den Raum zum einen für deine Klarheit – von innen heraus – und für Möglichkeiten, die dein Business voranbringen.

In unseren Coachings arbeiten wir mit der Strategie der atemberaubenden Ziele. Das sind Ziele, die so groß sind, dass dein bewertender Verstand nicht planen kann, wie du dorthin kommst und an die du gleichzeitig zu 100% glaubst und unbedingt erreichen willst. Aus diesen Zielen baust du dir deine Vision von deinem Leben, deinem Beruf und all den wunderschönen Dingen, die du haben und in der Welt verändern möchtest.

Dieses Mindset, dir alles zu erlauben und die Strategie der großen Ziele bringen dich in kürzester Zeit dorthin, wo du beruflich und im Leben sein willst.

Klingenberg: In unserem Vorgespräch hast Du mir erzählt, dass sich mit dem richtigen Mindset strategisch 9 Punkte in den juristischen Staatsexamina erreichen lassen. Wie ist das möglich?

Dr. Jo Aschenbrenner: Natürlich musst du sehr viel lernen und kannst nicht einfach im Schneidersitz dasitzen und darauf vertrauen, dass du 9 Punkte schreibst. Was ich meine ist, dass du dein Prädikatsexamen mit sehr viel mehr Leichtigkeit und Freude erreichst, wenn du dir beim Lernen immer wieder bewusst machst, wozu du Jura studierst und was du in der Welt mit deiner hervorragenden Ausbildung erreichen willst.

Mit „wozu“ meine ich deine treibende Kraft, deine tiefe innere Motivation und deine Überzeugung, wer du bist und welchem Menschen du in welcher Form helfen willst. Für mich hat mein Wozu sehr viel mit meiner Lebensaufgabe zu tun und es ist für mich eine spirituelle Aufgabe, diese Lebensaufgabe zu erforschen und ihr nachzugehen. Je mehr ich die Aufgabe spüre, desto besser kann ich auch unangenehme Dinge tun und desto leichter fällt es mir, an der richtigen Stelle auch Pausen zu machen, denn ich weiß, dass jede Lebensaufgabe gute Selbstfürsorge braucht.

Ja und was du erreichen willst, sind wieder deine atemberaubenden Ziele, die ich oben schon angesprochen habe.

Klingenberg: Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass ein Mindset im Hinblick auf „Dies möchte ich erreichen!“ durchaus wertvoll ist. Im Examensstress kämpfen viele Prüflinge allerdings mit verschiedenen negativen Emotionen, vor allem mit dem Stress an sich und der Angst vor dem Scheitern. Wie schafft man es, den Blick, wozu man das eigentlich macht, in dieser Phase zu öffnen und auch auf längere Strecke beizubehalten?

Dr. Jo Aschenbrenner: Den Stresskreislauf kenne ich nur zu gut, denn ich hatte vor einigen Jahren einen Burnout im Job und im Examen war ich sicher oft sehr kurz davor. Auch hier gilt das Gleiche wie oben. Der erste Schritt ist immer, sich für einen bestimmten Weg zu entscheiden. Wenn du dich nicht vom Stress einnehmen lassen willst, dann darfst du das erst einmal entscheiden und diese Entscheidung jeden Tag erneuern. Du wirst immer besser werden, deine Stresssignale zu erkennen zum Beispiel mit der Achtsamkeitspraxis. Und dann darfst du mit der gleichen Disziplin, mit der du jeden Tag lernst, dich selbst dazu erziehen, dem Stress nicht nachzugeben, sondern an positive Dinge zu denken und jeden Tag fröhliche Aktivitäten einzuplanen. Und wenn es ein Tanz am Morgen in der Küche ist.

Erst in dem Moment, wo du aus dem Stresskreislauf ausgestiegen bist, kannst du dich wieder deinem Wozu und deinen großen Zielen widmen. Vorher ist dafür überhaupt kein Raum.

Und noch einmal: es ist alles eine Entscheidung von dir.

Klingenberg: Ein negatives Mindset scheint bedauerlicherweise fester Bestandteil der universitären Ausbildung zu sein. Ich erinnere mich an meine eigene Studienzeit, in der es im ersten Semester hieß: „Schauen Sie nach links, schauen Sie nach recht. Einer von Ihnen 3 schafft das Examen.“ Diese traurige Realität wird so anscheinend an vielen Universitäten in gleicher Weise dargestellt. Wie geht man mit einem solchen negativen Mindset um und was kann man selbst bereits in der universitären Ausbildung besser machen?

Dr. Jo Aschenbrenner: Sorry, dass ich hier nichts Neues in der Tasche habe. Doch auch hier ist es dieselbe Strategie:

  1. Du schärfst deine Wahrnehmung für solche Aussagen.
  2. Du entscheidest dich, dass du einen anderen Weg gehen willst und diese Negativität nicht in deinem Leben haben willst.
  3. Und dann wählst du dir ein Umfeld von Menschen, die ebenfalls groß denken wollen, träumen wollen, Ziele haben und sich für den positiven Blick auf die Welt und das eigene Leben entschieden haben. In unserer Facebook-Gruppe Mit deiner Einzigartigkeit die Welt verändern bekommst du dieses Mindset von unserem Sohn Ole (15 Jahre) und mir vermittelt. Tritt gerne bei!

Klingenberg: Nehmen wir einmal an, ein positives Mindset ist vorhanden. Die Examenskandidatin oder der Examenskandidat hat ein atemberaubendes Ziel vor Augen. Dennoch genügt dies nicht für die angestrebte Punktzahl bzw. das gesetzte Ziel wird nicht erreicht. Wie bringt man sein eigenes Ziel und entsprechende äußere Restriktionen in Einklang?

Dr. Jo Aschenbrenner: Oft ist Angst vorm Scheitern das Problem: „Lieber keine zu großen Ziele haben, denn wenn ich sie nicht erreiche, schäme ich mich in Grund und Boden!“ Alle erfolgreichen Unternehmer:innen dieser Welt haben verrückte Ziele und wissen, dass sie sie nicht morgen erreichen. Dennoch kommunizieren sie sie, weil sie dadurch viel weiterkommen, als wenn sie sich kleine Ziele stecken. Scheitern gehört zum Leben dazu und je mehr du ausprobierst und „verkackst“, desto mehr kannst du dir sagen, „ich habe echt was erlebt“.

Und im Kern liegt hinter der Angst zu Scheitern und dem Stecken von kleinen Zielen meiner Meinung nach die sehr menschliche Angst, nicht gut genug zu sein, nicht geliebt zu werden oder nicht dazuzugehören. Wenn du anfängst, dich selbst zu lieben und unabhängig von der Anerkennung im Außen zu sein, wirst du erfolgreich sein.

Klingenberg:Du berätst vor allem Frauen in Recht und Wirtschaft, die noch einmal neu starten wollen und den Job wechseln oder gleich in die Selbständigkeit mit dem eigenen Business gehen. Welches Mindset braucht man hierfür?

Dr. Jo Aschenbrenner: Ui, sehr schöne Frage. Um zu kündigen und etwas Neues zu beginnen brauchst du erst einmal Mut und innere Klarheit. Was will ich wirklich? Wer bin ich? Wofür stehe ich? Damit beginnen wir immer mit unseren Kundinnen. Unser neues Selbstlern-Programm COURAGE ist genau darauf ausgerichtet und das Beste für alle, die klar und aus dem Herzen ihre Berufung kommunizieren und berufliche Entscheidungen fällen wollen. Willst du dich selbständig machen, darfst du auch das Angestellten-Mindset loslassen. Es steht in § 611a BGB. Du bist in letzter Konsequenz weisungsabhängig beschäftigt. Für die Sicherheit deines Monatsgehalts, deiner Altersvorsorge und Sozialabgaben gibst du einen Teil deiner Freiheit ab. Du ordnest dich der Strategie des Unternehmens unter, du folgst deiner Chefin oder deinem Chef – auch wenn sie/er partizipativ führt, ist sie die Chefin bzw. er der Chef; du gibst einen Teil deiner Eigenverantwortung ab. Das kann für dich genau das Richtige sein. Wenn du aber spürst, dass du viel mehr selbst entscheiden, wirbeln und verantworten willst, dann bist du in der Selbständigkeit richtig.

Klingenberg: Möchtest Du unserer Leserschaft abschließend noch etwas mit auf ihren Weg geben?

Dr. Jo Aschenbrenner: Wenn es dir heute noch niemand gesagt hat, sage ich es dir, liebe Leserin und lieber Leser: Du bist wunderbar und du wirst alle deine Ziele erreichen!

Vielen Dank für das Interview.