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Das Referendariat bei Herbert Smith Freehills LLP („HSF“)

Wenn „weniger“ doch mehr ist

„Nutzt das Ref um euch so viele Bereiche und unterschiedliche Arbeitgeber anzuschauen wie nur möglich.“ Diesen Ratschlag wird wohl jede*r Referendar*in so oder so ähnlich schon mehrmals zu Ohren bekommen haben. Und auch persönlich halte ich diesen Ansatz für durchaus empfehlenswert. Dennoch möchte ich aus eigener Erfahrung aufzeigen, dass es gewinnbringend sein kann, sowohl die Anwaltsstage als auch die Wahlstation bei derselben Kanzlei zu absolvieren.

Interessante Einblicke in die Arbeit einer internationalen Kanzlei

Nachdem ich vor dem Referendariat schon einige Zeit im CRT-Team (Competition, Regulation & Trade) als wissenschaftlicher Mitarbeiter im Düsseldorfer Büro tätig war, stand für mich schnell fest, auch meine Anwaltsstation in dieser Praxisgruppe zu absolvieren. So weit so unspektakulär – eine Station in einer von vielen Großkanzleien am Markt. Könnte man meinen. Doch HSF war vom Bewerbungsgespräch an weitaus mehr als das. Nicht nur durch die – verhältnismäßig junge – Fusion der namensgebenden Traditionskanzleien aus UK & Australien im Jahr 2012 sowie den nachfolgenden Büroeröffnungen an den deutschen Standorten, konnte ich vom Start weg eine – meines Erachtens stetig anhaltende – Aufbruchsstimmung spüren. Diese zeichnete sich durch ein ambitioniertes und von kollegialem Vertrauen geprägtes Umfeld aus, welches es mir ermöglichte einen interessanten Einblick in die Arbeit einer internationalen Kanzlei auf höchstem Level zu erhalten. Meinem Empfinden nach wurde es außerordentlich gut verstanden Referendar*innen an die anwaltliche Arbeitsweise heranzuführen, was sich u.a. dadurch auszeichnete, dass übertragene Aufgaben häufig vollumfänglich eigenverantwortlich gelöst werden konnten und später im Gespräch mit dem oder der zuständigen Associate oder Partner*in erörtert wurden.

Die Wahlstation bei HSF in Madrid

Diese vermittelte Wertschätzung war sodann ausschlaggebend dafür, dass ich mich mit dem Gedanken befasste – abweichend von der „goldenen Regel“ – auch meine Wahlstation bei HSF zu absolvieren. Und so verband ich die Idee mit dem zusätzlichen Wunsch diese Stage im Ausland zu verbringen. Corona war zu dem Zeitpunkt meines Entschlusses – wenn überhaupt – nur als ein maishaltiges Bierprodukt bekannt. Unkompliziert suchte ich damals das Gespräch mit den zuständigen Partnern Dr. Marcel Nuys und Dr. Marius Boewe, die mir sofort ihre Unterstützung bei dem Vorhaben zusicherten. Doch Corona traf auch mich und die skizzierten Pläne höchst unerwartet. So blieb es einige Zeit im Ungewissen, ob ein Aufenthalt im Ausland überhaupt möglich ist. Sobald jedoch absehbar war, dass die fortschreitende Impfkampagne in Europa das Reisen wieder ermöglichen würde, entschied ich mich für Madrid als Ziel meines Aufenthalts.

A. Tietz vor dem HSF-Büro im Geschäftsviertel Salamanca

Nur zwei Wochen nach meiner letzten Examensklausur fand ich mich in der spanischen Hauptstadt wieder. Und nicht nur die Sonne strahlte, sondern auch ich trat voller Vorfreude meinen ersten Arbeitstag im wunderschönen HSF-Büro im Geschäftsviertel Salamanca an. In den folgenden knapp drei Monaten lernte ich nicht nur neue Kolleg*innen kennen und schätzen, sondern auch das spanische Leben. Neben kleineren Umgewöhnungen im Vergleich zu Deutschland wie einer deutlich späteren Mittagspause oder den klimatischen Verhältnissen, erlebte ich nahezu täglich bereichernde Momente. So blieb auch neben der Arbeit noch ausreichend Zeit am Abend die Stadt, insbesondere in kulinarischer Hinsicht, zu erkunden. An den Wochenenden hielt die königliche Stadt und ihr Umland ein reichhaltiges Angebot an Kultur- und Sportveranstaltungen bereit, das nicht im Ansatz Langeweile aufkommen ließ. Es war mir abschließend betrachtet weitgehend möglich, die Stadt auf eine authentische Art und Weise kennenzulernen. Corona fühlte sich trotz der bestehenden Sicherheitsvorkehrungen erstmals seit dem Pandemiebeginn für mich weit weg an.

Besonders schön war es für mich, dass ich trotz der Entfernung nach Düsseldorf weiterhin als vollwertiges Teammitglied verstanden wurde. Denn unabhängig von Arbeitsaufträgen zeigten alle Mitglieder des Praxisbereichs ernsthaftes Interesse an meinem Aufenthalt und erkundigten sich regelmäßig nach meinem Befinden und dem Leben vor Ort. Das hat mich stets sehr gefreut und mir schlussendlich gezeigt, dass es die richtige Entscheidung war auch meine Wahlstation bei HSF zu absolvieren. Vielleicht ist „weniger“ manchmal doch mehr.


Alexander Tietz
Alexander Tietz

Alexander Tietz

Rechtsreferendar

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Wenn „weniger“ doch mehr ist

„Nutzt das Ref um euch so viele Bereiche und unterschiedliche Arbeitgeber anzuschauen wie nur möglich.“ Diesen Ratschlag wird wohl jede*r Referendar*in so oder so ähnlich schon mehrmals zu Ohren bekommen haben. Und auch persönlich halte ich diesen Ansatz für durchaus empfehlenswert. Dennoch möchte ich aus eigener Erfahrung aufzeigen, dass es gewinnbringend sein kann, sowohl die Anwaltsstage als auch die Wahlstation bei derselben Kanzlei zu absolvieren.

Interessante Einblicke in die Arbeit einer internationalen Kanzlei

Nachdem ich vor dem Referendariat schon einige Zeit im CRT-Team (Competition, Regulation & Trade) als wissenschaftlicher Mitarbeiter im Düsseldorfer Büro tätig war, stand für mich schnell fest, auch meine Anwaltsstation in dieser Praxisgruppe zu absolvieren. So weit so unspektakulär – eine Station in einer von vielen Großkanzleien am Markt. Könnte man meinen. Doch HSF war vom Bewerbungsgespräch an weitaus mehr als das. Nicht nur durch die – verhältnismäßig junge – Fusion der namensgebenden Traditionskanzleien aus UK & Australien im Jahr 2012 sowie den nachfolgenden Büroeröffnungen an den deutschen Standorten, konnte ich vom Start weg eine – meines Erachtens stetig anhaltende – Aufbruchsstimmung spüren. Diese zeichnete sich durch ein ambitioniertes und von kollegialem Vertrauen geprägtes Umfeld aus, welches es mir ermöglichte einen interessanten Einblick in die Arbeit einer internationalen Kanzlei auf höchstem Level zu erhalten. Meinem Empfinden nach wurde es außerordentlich gut verstanden Referendar*innen an die anwaltliche Arbeitsweise heranzuführen, was sich u.a. dadurch auszeichnete, dass übertragene Aufgaben häufig vollumfänglich eigenverantwortlich gelöst werden konnten und später im Gespräch mit dem oder der zuständigen Associate oder Partner*in erörtert wurden.

Die Wahlstation bei HSF in Madrid

Diese vermittelte Wertschätzung war sodann ausschlaggebend dafür, dass ich mich mit dem Gedanken befasste – abweichend von der „goldenen Regel“ – auch meine Wahlstation bei HSF zu absolvieren. Und so verband ich die Idee mit dem zusätzlichen Wunsch diese Stage im Ausland zu verbringen. Corona war zu dem Zeitpunkt meines Entschlusses – wenn überhaupt – nur als ein maishaltiges Bierprodukt bekannt. Unkompliziert suchte ich damals das Gespräch mit den zuständigen Partnern Dr. Marcel Nuys und Dr. Marius Boewe, die mir sofort ihre Unterstützung bei dem Vorhaben zusicherten. Doch Corona traf auch mich und die skizzierten Pläne höchst unerwartet. So blieb es einige Zeit im Ungewissen, ob ein Aufenthalt im Ausland überhaupt möglich ist. Sobald jedoch absehbar war, dass die fortschreitende Impfkampagne in Europa das Reisen wieder ermöglichen würde, entschied ich mich für Madrid als Ziel meines Aufenthalts.
A. Tietz vor dem HSF-Büro im Geschäftsviertel Salamanca
Nur zwei Wochen nach meiner letzten Examensklausur fand ich mich in der spanischen Hauptstadt wieder. Und nicht nur die Sonne strahlte, sondern auch ich trat voller Vorfreude meinen ersten Arbeitstag im wunderschönen HSF-Büro im Geschäftsviertel Salamanca an. In den folgenden knapp drei Monaten lernte ich nicht nur neue Kolleg*innen kennen und schätzen, sondern auch das spanische Leben. Neben kleineren Umgewöhnungen im Vergleich zu Deutschland wie einer deutlich späteren Mittagspause oder den klimatischen Verhältnissen, erlebte ich nahezu täglich bereichernde Momente. So blieb auch neben der Arbeit noch ausreichend Zeit am Abend die Stadt, insbesondere in kulinarischer Hinsicht, zu erkunden. An den Wochenenden hielt die königliche Stadt und ihr Umland ein reichhaltiges Angebot an Kultur- und Sportveranstaltungen bereit, das nicht im Ansatz Langeweile aufkommen ließ. Es war mir abschließend betrachtet weitgehend möglich, die Stadt auf eine authentische Art und Weise kennenzulernen. Corona fühlte sich trotz der bestehenden Sicherheitsvorkehrungen erstmals seit dem Pandemiebeginn für mich weit weg an. Besonders schön war es für mich, dass ich trotz der Entfernung nach Düsseldorf weiterhin als vollwertiges Teammitglied verstanden wurde. Denn unabhängig von Arbeitsaufträgen zeigten alle Mitglieder des Praxisbereichs ernsthaftes Interesse an meinem Aufenthalt und erkundigten sich regelmäßig nach meinem Befinden und dem Leben vor Ort. Das hat mich stets sehr gefreut und mir schlussendlich gezeigt, dass es die richtige Entscheidung war auch meine Wahlstation bei HSF zu absolvieren. Vielleicht ist „weniger“ manchmal doch mehr.